Mein erster Mattenfilter


Nach allem, was ich bisher über den Hamburger Mattenfilter gelesen habe, war klar: das Wunderding muss ich beim nächsten Aquarium auch mal ausprobieren.



Homepage von Olaf

Grundsätzliche Infos lieferte mir die beispiellose Seite von Olaf Deters. Olaf beschreibt den Hamburger Mattenfilter mit viel technischem Know-How und liefert neben grundsätzlichen physikalischen und chemischen Überlegungen auch Formeln um Mattengröße, erforderliche Pumpenleistung, usw. berechnen zu können.



Homepage von Helmut

Über Olafs Seite kam ich auf Helmuts Seite, auf der dieser eine Abwandlung des Mattenfilters in Form einer Eck-Konstruktion beschreibt.

Nach reiflicher Überlegung und Abwägung der vielen Vor- und Nachteile der einzelnen Konstruktionsmethoden, entschied ich mich - mehr aus optischen Gründen - für die Eckkonstruktion.




Maße der Matte

Da Olaf anscheinend überzeugter Anhänger der feinporigen Matte zu sein scheint, Helmuts Argumente für die grobporige aber auch durchaus einleuchten, habe ich mich eben für die mittlere entschieden. ;-)

Zwar hat diese nur 3cm stärke, aber laut Olaf findet die Filterarbeit eh in den ersten zwei Zentimetern statt. Außerdem war diese dünnere auch noch erheblich günstiger (50x50x3 DM 29,-- und 50x50x5 DM 39,-- bei Koelle Zoo in Karlsruhe).

Das einzige Problem, das ich mit der dünnen Matte sehe, ist, dass sie evtl. im Laufe des Betriebs instabil werden könnte... Aber ich denke, das lässt sich dann ganz gut mit Stützrohren korrigieren.

Die Maße der Matte konnten nicht einfach so errechnet werden, da die Höhe der Matte zum Beispiel ja schon klar durch die örtlichen Verhältnisse im Aquarium vorgegeben war: vom Boden bis ca. 2cm über Wasser OK = 42cm.

Die Breite der Matte ergab sich aus folgenden Überlegungen:

1. Die Matte darf nicht zu stark gekrümmt werden wegen evtl. Behinderung des Durchflusses, also nicht zu kleiner Radius.

2. Die Matte darf aber auch nicht zu viel Platz im Becken beanspruchen, deshalb nicht zu großer Radius.

3. Schließlich überlegte ich mir auch noch, dass ich das Wasseransaugrohr der Pumpe nicht zu nah an die Matte bringen darf (schließlich soll die Matte ja möglichst flächig durchflutet werden und nicht nur an einer Stelle) und dass ich evtl. auch noch etwas Arbeitsraum hinter der Matte benötigen könnte...


Konstruktionszeichnung

 



einfache Formel zur Berechnung des
Mattendurchflusses

Ich entschied mich für einen Innenradius von 12cm. Das ergab dann eine Mattenbreite von 21cm und mein Mattenfilter benötigte damit nur einen Gesamtradius von 15cm im Becken.

Diese Werte nun kontrollierte ich mit Olafs Formeln:

Filterfläche:

ca. 700 cm²
(Mattenfläche abzgl. 6cm Bodengrund und ca. 1cm Seitenauflager li. + re.)

Pumenleistung: ca. 2,9 l/min
Mattendurchfluss:
(errechnet)
ca. 4 cm/min

Falls die Durchströmung der Matte zu gering sein sollte, kann ich diese durch das Zuschalten einer Luftpumpe jederzeit erhöhen. Aber erstmal abwarten wie's wird...


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© Holger Tuttas
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Fotografie Karlsruhe




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